Laufschuhtest: Mizuno Wave Universe 3

Bitte ebenfalls die aktuelle vergleichende Beurteilung aller hier getesteten Schuhe lesen!

 

Mizuno Wave Universe 3

Die Mizuno sind die mit Abstand leichtesten Laufschuhe, die ich jemals getragen habe. Mit nur ca. 100g wiegt ein solcher Schuh weniger als halb soviel wie der schon sehr leichte Nike Free 3.0.

  • Gewicht: ca 100g
  • Tragekomfort: die Schuhe sind sehr bequem, da sie ein weiches Obermaterial haben und die Bewegung des Fußes nicht einschränken. Die Oberfläche der Innensohle ist recht glatt, so dass man mit glatten Socken leicht auf der Sohle hin- und herrutscht, sofern man den Schuh nicht sehr eng zugeschnürt hat. Bei mir hat sich anfangs (wie bei manch anderem Schuh auch) eine Reibestelle an der Achillessehne oberhalb der Ferse (oberer Schuhrand) ergeben, die aber nur beim Schuh-Einlaufen bemerkbar war. Die Schuhe sind so leicht, dass ich bei der Bewegung der Unterschenkel keine Trägheit wahrnehmen kann.
  • Dämpfungseigenschaften: die Dämpfung ist deutlich schwächer als die des Nike Free 3.0, jedoch (auf Asphalt) um Klassen besser als die der FiveFingers. Beim Laufen auf Asphalt wird der Aufprall genau soviel gedämpft, dass er nicht als störend wahrgenommen wird, so dass der Läufer nicht zu einem bewusst weicheren Aufsetzen gedrängt wird, wie das auf harten Böden mit den FiveFingers der Fall ist. Dadurch kann man mit den Schuhen auch richtig schnell laufen, ohne durch den Aufprall "gestört" zu werden. Gegen spitze Steine, wie man sie häufig auf grob befestigten Waldwegen findet, bietet die Sohle keinen besseren Schutz als die der FiveFingers!
  • Langstreckeneignung: im Web wird empfohlen, nicht über 10 km mit diesen Schuhen zu laufen, weil sie zu wenig Dämpfung haben. Wer das Laufen mit schwach dämpfenden Schuhen gewöhnt ist, kann sicher problemlos auch einen Halbmarathon mit den Mizuno laufen. Alle längeren Strecken sind dann individuelle Gewöhnungssache; da es auch Läufer gibt, die einen Marathon barfuß bewältigen, sind die Grenzen extrem individuell. Der Mizuno reduziert auf jeden Fall den Impact deutlich im Vergleich zum Barfußlaufen. Meine längste Strecke mit dem Mizuno betrug ca. 17 km, anschließend spürte ich leicht meine Achillessehnen, vermutlich da der Schuh extrem flach gebaut ist.
  • Wettkampfeignung: hoch. Ob ich allerdings bei Bahnwettkämpfen statt eines Spike-Schuh den Mizuno tragen würde, weiß ich noch nicht. Er ist auf jeden Fall deutlich besser gedämpft als ein Spike, auch wenn er die Griffigkeit eines Spike-Schuh nicht erreicht. In engen Kurven fehlt dem Mizuno etwas der seitliche Halt, was durch das enorm leichte Obermaterial zu begründen ist.
  • Untergründe: ebene Untergründe wie Asphalt oder feste Wald- oder Feldwege ohne hervorstehende Steine sind gut zu laufen. Unebene Untergründe sind sehr deutlich zu spüren, da die Sohle sehr dünn ist.
  • Haltbarkeit: noch keine Erfahrungen
  • Besonderheiten: der Preis ist mit ca. 100,- EUR für einen Wettkampfschuh, der kaum Material enthält, recht hoch. Sollte der Schuh nicht allzu lange halten, wäre der Preis je Laufkilometer sicher nicht angemessen.
  • Fazit: der Mizuno ist ein erstaunlicher Schuh. Mit so wenig Gewicht eine Dämpfung zu erreichen, die den Schuh für schnelle Einheiten dennoch komfortabel erscheinen lässt, ist verblüffend. Ich hoffe nur, dass mich die Haltbarkeit nicht enttäuschen wird.
Dieser Artikel ist Teil der Serie Der kleine Laufschuhtest
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