Silent Running

Lautlos im Weltraum

Für mein heutiges Laufthema habe ich mir mit einigen Hintergedanken den Titel eines meiner Lieblings-Science-Fiction-Filme ausgeliehen: "Silent Running" ist der englische Originaltitel des 1972 erschienenen Films "Lautlos im Weltraum", in dem es um eine Zukunft geht, in der auf der Erde die gesamte Natur zerstört ist und die letzten Pflanzen und Tiere an Bord von vier Raumschiffen wie auf einer Arche Noah durchs Sonnensystem treiben.

Als der Befehl von der Erde kommt, die Kuppeln mit den Ökosystemen zu zerstören und zur Erde zurückzukehren, widersetzt sich einer der Astronauten (Freeman Lowell, gespielt von Bruce Dern) dem Befehl, tötet notgedrungen seine Astronautenkollegen, rettet eine letzte Kuppel und bewahrt damit einen letzten kleinen Teil der Natur vor der endgültigen Zerstörung. Als er Monate später von einem Rettungsteam kontaktiert wird, schickt er die Kuppel mit einem Serviceroboter ins die Tiefen des Alls und sprengt sich selbst mit dem abgetrennten Trägerraumschiff in die Luft, um somit eine vollständige Zerstörung des Schiffs inkl. der letzten Kuppel vorzutäuschen, damit diese unbehelligt (Silent Running) weiterfliegen kann.

Die Natur ist leise

Der Film zeigt in einer sehr eindringlichen Weise den Gegensatz zwischen dem lauten, technischen Getöse einer Menschheit, die alle Verbindungen zu ihren Wurzeln gekappt hat, und der leisen, empfindlichen, uns gegenüber wehrlosen Natur.

Ich habe den Film in größeren zeitlichen Abständen immer wieder gesehen, und jedes Mal kommt es mir vor, als wären wir mit unserer Realität wieder näher an der Fiktion. Mit zunehmender Brutalität vernichten wir Tiere und Pflanzen, um die Wirtschaft am Leben zu halten. Zwar gibt es auch heute noch Gebiete unberührter Natur (wenn auch nicht unter Kuppeln), aber für unsere lauten Leidenschaften werden auch diese immer weiter geopfert. Autos, Schiffe, Flugzeuge etc. brauchen schließlich Treibstoff, der aus Pflanzen hergestellt wird, für den zunehmend Landfläche benötigt / umgestaltet / vernichtet wird. Es wird leider immer einfacher, den Zeitpunkt zu errechnen, wann wir bei "Lautlos im Weltraum" angekommen sein werden. Und wie im Film wehrt sich auch jetzt die Natur nicht, denn sie ist leise.

Ein Zeichen setzen

Lasst uns doch einfach ein Zeichen setzen, dass uns an der Natur so viel liegt, dass wir sie nicht einfach untergehen lassen, nur weil man in einer immer virtuelleren Welt nur dann noch gehört wird, wenn man laut, aggressiv und zerstörerisch ist. Lasst uns als Teil der Natur ein bemerkbares Signal aussenden, indem wir barfuß laufen und uns wie durch Zauberei völlig geräuschlos (Silent Running) fortbewegen können. Die so wichtige Botschaft "Achtet und schützt die Natur" können wir auch ohne missionarischen Eifer unters Volk bringen: ich bin noch nie so oft beim Laufen angesprochen worden wie seitdem ich ohne Schuhe laufe. Mag sein, dass mich die Menschen, denen ich begegne, für verrückt halten. Für einen Blender, der nur so tut, als würde er etwas können, werde ich nie gehalten. Die Leute sehen ja schließlich mit eigenen Augen, dass ich es ernst meine.

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