Laufschuhtest: Vibram FiveFingers Flow TREK

Bitte ebenfalls die aktuelle vergleichende Beurteilung aller hier getesteten Schuhe lesen!

 

FiveFingers Flow TREK
Ich spare mir hier die einleitenden Worte zu den Vibram FiveFingers. Das bei den KSO-Modellen Gesagte gilt weitgehend auch für die Flow TREK. Wo es Unterschiede gibt, sind diese in nachfolgenden Punkten durch kursive Schrift gekennzeichnet.

  • Gewicht: ca 162g (kaum schwerer als ein KSO, obwohl deutlich robuster und auch wärmer)
  • Tragekomfort: das Neopren Obermaterial fühlt sich angenehm an und ist tatsächlich viel wärmer als das Stretch-Nylon des KSO. Die Sohle ist aber spürbar härter, was den Vorteil hat, dass es kaum noch ein spitzer Stein schafft, die Fußsohle zu reizen. Das Barfuß-Laufgefühl ist dafür aber auch erheblich geringer als beim KSO. Ich habe inzwischen einige Kilometer auf Eis und im Schnee hinter mir: besonders wenn Schnee zwischen die Zehen gerät, kühlen diese schnell aus. Meine Füße haben sich inzwischen aber bereits ein wenig angepasst: wurden durch die Kälte anfangs meine Zehen schon nach 30 Minuten "taub", so kann ich inzwischen bei immerhin minus 5 Grad schon 90 Minuten laufen, ohne allzu frostige Zehen zu bekommen.
  • Dämpfungseigenschaften: das im Vergleich zum KSO dickere Sohlenmaterial dämpft ein klein wenig den Fußaufsatz.
  • Langstreckeneignung: wie beim KSO: keine. Wer allerdings lange barfuß laufen kann, schafft es auch mit den FiveFingers. Dennoch muss man sich an diese 2. Haut gewöhnen, da es auf längeren Strecken durchaus Reibestellen geben kann. Bei meinem allerersten Lauf (11km) habe ich mir an der Ferse eine kleine Blase geholt.
  • Wettkampfeignung: keine, da der Körper keinerlei Unterstützung bekommt.
  • Untergründe: der Flow TREK ist wie der KSO ideal auf weichen Böden, wegen der vegleichsweise härteren Sohle geht auch Asphalt ganz gut. Auf schmierigen Böden (Matsch, Schlamm, Schnee) haben die Flow TREK im Gegensatz zum KSO einen klasse Griff, da die Sohle ein ausgeprägtes Profil hat, wie im Bild gut zu erkennen ist.
  • Haltbarkeit: Noch keine Aussage, da erst wenige Kilometer gelaufen.
  • Besonderheiten: Wie alle FiveFingers haben die Flow TREK einzelne Zehenboxen. Die Sohle (die sich ja bis in die Zehenboxen hinein "verästelt"), hat jedoch eine gewisse Steifheit, was die Beweglichkeit der Zehen doch einschränkt. Im Vergleich zu einem normalen Laufschuh mit großer Zehenbox kann man seine Zehen sogar weniger frei bewegen. Dennoch ist das Laufen aufgrund der extrem flachen Bauweise eher ein Barfußlaufen als ein Laufen mit Schuhen.
  • Fazit: für Fans der FiveFingers sind die Flow TREK das Modell, mit dem man sich gerne auf Trails und schwierige Untergründe begibt. Der Griff der Sohle macht jedenfalls Spaß, wenn es mal matschig wird. Auf Eis und Schnee sind die Flow TREK recht griffig; an eisige Temperaturen sollte man sich unbedingt langsam gewöhnen, um den Zehen keinen Frostschaden zuzufügen.
Dieser Artikel ist Teil der Serie Der kleine Laufschuhtest
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