Laufschuhtest: Aqua Sphere Beachwalker XP

Bitte ebenfalls die aktuelle vergleichende Beurteilung aller hier getesteten Schuhe lesen!

 

Aqua Sphere Beachwalker XP
Die Beachwalker XP von Aqua Sphere sind keine Laufschuhe im leichtathletischen Sinne, sondern in erster Linie dazu gedacht, dem Fuß beim Wassersport einen gewissen Schutz gegen scharfe Oberflächen zu geben.
Ich habe die Schuhe in einem Buch von Dr. Matthias Marquardt ("Natural Running") entdeckt, der sie als ideale Trainingsgeräte für das Barfußlaufen anbietet. Ich bin auf der Suche nach Schuhen, die es dem Fuß auch bei sehr kalten Außentemperaturen ermöglichen, warm zu bleiben. Die FiveFingers von Vibram leisten dies nicht optimal, da die Zehen einzeln in Boxen stecken, wodurch die Angriffsfläche für Kälte sehr groß wird und die Zehen sich nicht gegenseitig wärmen können.

  • Gewicht: ca 185g
  • Tragekomfort: die Beachwalker sind sehr bequem, da sie neben der dünnen Sohle nur aus einer weichen Neopren-Haut bestehen. Eine Schnürung gibt es nicht (!). Das Anziehen ist mit dem Hineinschlüpfen erledigt, und danach fühlt man sie kaum noch. Einzig der nach vorne flach auslaufende Zehenbereich kommt einem anfangs etwas eng vor, bis man dann feststellt, dass man aufgrund des weichen Obermaterials die Zehen nahezu frei bewegen kann. Freunde stabiler oder fester Laufschuhe werden sicher den guten Halt eines fest sitzenden Schuhs vermissen, die freie Beweglichkeit des gesamten Fußes lässt jedoch schon bald den festen Halt unwichtig werden. Obwohl aus Neopren und damit Wasser aufsaugend, ist der Schuh auch bei niedrigen Temperaturen nicht kalt, da die Zehen sich ja - anders als bei den Vibram Fivefingers - gegenseitig wärmen können. Der lockere Halt hat jedoch beim Laufen im Tiefschnee einen Nachteil: es ist nicht zu verhindern, dass Schnee in den Schuh gelangt, wodurch die Füße abgekühlt werden.
  • Dämpfungseigenschaften: keine. Die Sohle ist dünn und verhindert lediglich Verletzungen durch scharfe Gegenstände. Sie drückt sich bei punktueller Belastung mehr durch als beispielsweise die Sohle der Vibram Fivefingers Flow Trek.
  • Langstreckeneignung: wie die Fivefingers und die Luna Sandals: keine, es sei denn man ist lange Strecken mit solchem Schuhwerk gewohnt..
  • Wettkampfeignung: keine. Wer damit sehr schnell laufen möchte, bekommt möglicherweise Probleme mit dem zu wenig festen Halt. Ein Marathon stellt vielleicht die Robustheit des Schuhs auf eine harte Probe.
  • Untergründe: da der Beachwalker zwar eine leicht profilierte Sohle hat, diese aber für den Wassersport optimiert ist, gibt es keinen optimalen Griff auf glatten Untergründen wie Matsch, Schnee oder Eis. Mit entsprechendem Balancegefühl kommt man auch auf diesen Untergründen weiter, allerdings deutlich schlechter als bei einem Schuh mit stark profilierter Sohle. Asphalt ist gut zu laufen, wobei die fehlende Dämpfung wegen der sehr dünnen Sohle ein hartes Gefühl bewirkt, das mit einem entsprechend "softem" Laufstil kompensiert werden sollte.
  • Haltbarkeit: noch keine Erfahrungen.
  • Besonderheiten: der Schuh ist günstig (unter 25,- EUR) zu bekommen.
  • Fazit: für Barfußläufer, denen im Winter Oberflächen mit Schnee und Eis zu kalt sind, stellt der Beachwalker eine gute Alternative dar. Das Laufgefühl ist nahe am Barfußlauf und die thermische Isolation durch das Neopren recht gut.
Dieser Artikel ist Teil der Serie Der kleine Laufschuhtest
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