Laufen in Mutter Natur

Die deprimierenden Ereignisse in Japan bedrücken mich sehr: viele tausend Tote, die der Tsunami nach dem schweren Erdbeben hinterlassen hat, sind erst der Anfang.
Die atomare Verseuchung großer Landflächen, das permanente Risiko schwerer Strahlenerkrankungen und die Einsicht, mit vermeintlich beherrschbarer Technik allerschwerste Schäden an der Natur angerichtet zu haben, lassen das noch kommende Leid nur schwer erahnen, das allen Lebewesen weit über die Region Fukushima hinaus noch bevorsteht.

Nicht einmal wenn ich - sehr weit weg vom Unglücksort - in unserer sauberen Natur in frischer Luft im Mittelgebirge laufe, lassen mich die Bilder los.
Bilder für die Welt im Kopf: ich spüre keine Radioaktivität, um mich herum gibt es keine Trümmer, und dennoch fühle ich mich extrem bedrückt.
Ich frage mich, woher das kommt, und merke, dass mir normalerweise gerade das Laufen das Gefühl zurückgibt, ein natürlicher Teil meiner Umwelt zu sein. Einer vermeintlich intakten Umwelt.

Tatsächlich?

Die Ereignisse von Japan zeigen auf erschreckende Weise, was der Umwelt auf unserem einzigen Heimatplaneten *) passieren kann, wenn wir uns in maßlosem Hochmut der Überzeugung hingeben, alles mit wissenschaftlichen Methoden berechnen und mit Technologie beherrschen zu können.
Und selbstverständlich werden die Betreiber dieser komplexen Anlagen uns erneut einzureden versuchen, dass solche Unfälle bei uns ausgeschlossen sind:

Nur Demut und Skepsis können uns in Zukunft vor derart folgenschweren Irrtümern bewahren. Demut kann man beim Laufen lernen. Wie man eine gesunde Skepsis erwirbt, muss jeder für sich selbst rausfinden!

*) In dem Buch "Der Heimatplanet" (erschienen 1989 bei Zweitausendeins) beschreiben Astronauten unterschiedlicher Nationen, wie es ihnen beim Anblick der Erde aus dem Weltall erging:
"Am ersten Tag deutete jeder auf sein Land.
Am dritten oder vierten Tag zeigte jeder auf seinen Kontinent.
Ab dem fünften Tag achteten wir auch nicht mehr auf die Kontinente.
Wir sahen nur noch die Erde als den einen, ganzen Planeten."

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