Zeitsprung: 1 Monat ChiRunning
Stichworte:
  1. Es gibt keinen Wadenmuskelkater mehr
  2. Meine Knie sind nicht mehr geschwollen
  3. Ich kann wieder lange Strecken (mehr als 30 km) laufen und brauche nur noch wenig Regeneration
  4. Meine Grundgeschwindigkeit ist ca. 20 Sekunden / km schneller geworden
  5. Laufen macht mir wieder richtig viel Spaß!

Fairerweise muss ich aber auch eingestehen, dass ich - den Prinzipien des ChiRunning folgend - beim wöchentlichen Tempotraining nicht mehr versucht habe, maximal schnell zu laufen, sondern stattdessen maximal entspannt.

Was hat ChiRunning verändert, dass die 5 kleinen Wunder eingetreten sind?

Wadenmuskelkater

Die Wade wird nicht mehr aktiv benutzt. Klingt komisch, ist aber unglaublich entspannend. Da der gesamte Vortrieb aus der Neigung nach vorne entsteht, kann der Unterschenkel passiv mitlaufen. Er kümmert sich kurz nach dem Aufsetzen des Fußes nur darum, die Ferse leicht anzuheben. In Verbindung mit der nach hinten "wegziehenden" Straße wird das Bein kraftsparend wieder nach vorne gebracht, so dass es abermals knapp hinter dem Körperschwerpunkt aufsetzt, wodurch der Vortrieb erhalten bleibt (und nicht - wie beim Fersenaufsatz - erst mal gebremst wird).

Erholte Knie

Die Knie werden nicht angehoben, sondern bleiben unten. Sie werden auch nicht lange belastet, da sie ja erst Druck bekommen, wenn der Fuß bereits wieder hinter dem Körperschwerpunkt aufsetzt. Die Art des Drucks entspricht dabei weitgehend dem Spazierengehen, nur dass - je nach Speed - die Beine nach hinten länger ausschwingen. Ein wesentlicher Druck auf die Knie entsteht jedoch nicht, schon gar nicht auf ein abgebeugtes Kniegelenk.

Lange Strecken

Wer die Muskeln und Gelenke nicht belastet, hält einfach länger durch. Mehr muss man dazu gar nicht sagen.

Schnellere Grundgeschwindigkeit

Das ist erklärungsbedürftig: was beim ChiRunning trainiert werden muss, ist ganz wesentlich die geeignete Haltung des Rumpfes. Je länger diese (im wahrsten Sinne) aufrecht erhalten werden kann, umso weiter kommt man. Das gleiche gilt für die Geschwindigkeit: wenn es gelingt, die gestreckte Körperhaltung auch bei größerer Neigung zu behalten, wird man schneller, ohne deshalb gleich viel mehr Energie aufbringen zu müssen. Das wiederum macht so viel Spaß, dass ich mich auch auf den langen Läufen gerne ein klein wenig mehr neige, was dann zu einer höheren Grundgeschwindigkeit führt. Zum Vergleich: statt wie vor einem Jahr ca. 75 km / Woche bei einem Durchschnitt von knapp 5 Min / km zu laufen lege ich heute 130 km / Woche bei einem Durchschnitt von 4:40 Min / km zurück und fühle mich deutlich entspannter dabei. Mal sehen, wie das weitergeht...

Laufen macht wieder richtig Spaß

Auf den ersten Blick scheint es die Abwesenheit der Überlastungsprobleme zu sein, weshalb der Spaß am Laufen zurückgekehrt ist.

Viel wichtiger aber ist, dass die Konzentration auf Körperhaltung und -Wahrnehmung ein gerichteter und den Geist öffnender Akt ist, der das Laufen zu einer meditativen Tätigkeit werden lässt, insbesondere wenn auf den letzten Kilometern langer Läufe die bewusste Entspannung immer noch möglich, nein sogar notwendig und willkommen ist. Genau in diesen Momenten unterscheidet sich ChiRunning vom PowerRunning: statt auf die Zähne zu beißen, um die verdammte Trainingseinheit hinter mich zu bringen, begrüße ich den körperlichen Hinweis auf die richtige Haltung und genieße, dass genau jetzt die ideale Phase des Wachstums beginnt.

Mit diesem Beitrag endet die Rückschau auf Erlebtes. Alle weiteren Beiträge werden tagesaktuell verfasst und begleiten meine Erfahrungen synchron.

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