Laufen mit Gepäck
Stichwort:

Ich sehe immer wieder Jogger, die freiwillig mit Gewichten in den Händen oder einer Getränkeflasche unterwegs sind. Solange die Gewichte noch gleichmäßig verteilt und nicht allzu schwer sind, wird der Laufstil dadurch noch nicht ganz verhunzt. Einseitige getragene Gewichte jedoch müssen ausgeglichen werden, sei es mit ausladenden Bewegungen des anderen Arms oder mit leichten Bein-Verdrehungen etc..

Alle, die öfter mal moderate Gewichte (nicht mehr als 3kg) zu transportieren haben und dies auch noch zu Fuß erledigen wollen, können sich ein (un)wuchtiges Geschlacker am besten mit Hilfe eines Rucksacks ersparen. Vorteil des Rucksacks ist die Unterbringung des Transportguts nahe der Wirbelsäule und damit die Verringerung von Beschleunigungen, die nicht zum Laufen passen.

Ich habe mich vor einiger Zeit nach einem passenden Rucksack umgesehen. Er musste vor allem folgende Anforderungen erfüllen:

  • geringes Eigengewicht
  • eine Form, die ein Hin- und Herfallen des Inhalts verhindert oder erschwert
  • atmungsaktive Träger und/oder Rückseite
  • schmaler Schnitt im Schulterbereich, damit die Armbewegung nach hinten nicht behindert wird
  • kein klassischer Hüftgurt, da dies die Beckenrotation behindert und reibt
  • Zusatztäschchen, in denen man Schlüssel und Geld unterbringen kann
  • variable Einstellmöglichkeiten

Mit einem klassischen Wanderrucksack kommt man wegen des relativ breiten Schulterbereichs schnell an seine Grenzen, da er beim rückwärtigen Armschwung scheuert. Wenn es nicht gerade ein sehr kleines Modell ist, hat der Wanderrucksack auch einen zu großen Stauraum, so dass nur dann nichts schlackert, wenn man den Innenraum vollständig ausfüllt, was aber das Gewicht erhöht.

Fündig wurde ich schließlich bei einem Rucksacktyp, der speziell für Langstreckenläufer gestaltet wurde: der Trinkrucksack. Seine Form ist ideal, um die Schulter-, Arm- und Beckenbewegungen nicht zu behindern; er ist leicht, aber stabil und er verwendet atmungsaktives Material für Träger und Rückseite.


Gut zu erkennen: die schmale Form auf Höhe der Schultern, gut für einen Laufstil mit aktiver Armarbeit.

Die Wasserblase - bei meinem Modell ohnehin nur als Zusatzoption angeboten - habe ich nicht mitgekauft. Der Nutzinhalt des Rucksacks ist nicht mit dem eines klassischen wanderrucksacks zu vergleichen und die seltsam bauchige Form (die schmale Öffnung ist nicht für größeres Transportgut als ein längliches 1.500g-Brot geeignet) verlangt die serielle Befüllung: größere Teile zuerst, danach die kleineren Gegenstände. Für den Lebensmittelbedarf zweier Personen für einen Tag reicht es aber allemal, wenn man nicht auch noch die Getränke transportieren möchte.


Kein üppiger Platz, aber eine Kletterausrüstung passt rein: Beutel mit Gurt und Chalkball, Kletterschuhe.

Das Laufen mit einem solchen umfunktionierten Trinkrucksack ist jedenfalls eine angenehme Sache. Der Tragekomfort ist perfekt; einzig ein zu hohes Gewicht der Zuladung kann dann noch stören. Wenn man aber nicht gerade fette Telefonbücher mitschleppen möchte, kann man ohne weiteres 20km weit ohne Überanstrengung laufen. Für die täglichen Einkäufe bei den nahe gelegenen Geschäften kann man schließlich auf zusätzliche Fortbewegungsmittel verzichten und sich joggend in einer guten Form halten.

Notfalls läuft man eben zwei mal und bleibt doppelt so fit.

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